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Wie finde ich einen Hochzeitsfotografen?

28. Oktober 2015
Hochzeit im Krokodil Berlin Köpenick Hochzeitsreportage

Die Frage, „Wie finde ich einen Hochzeitsfotografen?„, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Ich versuche es trotzdem einmal und möchte damit eine kleine Hilfestellung bei der Auswahl Eures Hochzeitsfotografen geben. Ich könnte es auch kurz machen und sagen: „Nehmt mich!“ – Aber Spaß beiseite.

Bevor ihr mit der Suche beginnt:
Seid Euch darüber klar, dass ein professioneller Hochzeitsfotograf Geld kostet. Essen, Kleidung und DJ sind irgendwie kalkulierbare Größen bei einer Hochzeitsplanung, der Preis für eine Hochzeitsreportage erscheint im ersten Moment im Vergleich sehr hoch. Ein guter Hochzeitsfotograf begleitet Euren Tag ab acht Stunden aufwärts und hält die schönsten Momente mit seinen Fotos für Euch fest. Danach beginnt die Auswahl und Nachbearbeitung der Bilder, die meist doppelt so lange wie die eigentliche Reportage dauern. Ihr müsst selber wissen, ob es Euch das wert ist. Die Fotos den Gästen zu überlassen ist – sagen wir mal – schwierig. Ein Gast ist ein Gast. Und Onkel Erwin mit seiner Nikon macht zwar tolle Urlaubsbilder, aber im entscheidenden Moment versagt dann doch der Akku seiner Kamera oder die Speicherkarte ist voll. Hochzeitsfotos gehören in professionelle Hände.

Das Wichtigste bei der Suche zuerst:
Euch müssen die Fotos gefallen! Ihr habt den Fotografen über eine Suche im Internet oder – noch viel besser – über eine Empfehlung gefunden. Schaut Euch auf der Website um. Gefallen Euch die Fotos? Ihr werdet es gleich merken und einfach auf der Seite des Fotografen hängen bleiben. Damit sind wir schon beim nächsten Schritt.

Lasst Euch alle Fotos zeigen!
Die Online-Galerien von Hochzeitsfotografen enthalten nur die besten Bilder. Ist doch klar, dass man nur die schönsten Fotos ins „Schaufenster“ hängt. Lasst Euch deshalb alle Bilder von mindestens zwei kompletten Hochzeiten zeigen, um zu sehen, ob der Stil zu Euch passt und Euer Fotograf jede Situation fest im Griff hat. Das könnt ihr zum Beispiel bei einem persönlichen Gespräch mit dem Fotografen machen. Vorab ist aber auch in Blick in den Blog des Fotografen gut, dort findet ihr oft ganze Reportagen.

Persönlichkeit
Ihr verbringt am Hochzeitstag viele Stunden mit Eurem Fotograf. Deshalb sollte die Chemie stimmen. Wenn möglich trefft Euch zu einem Kaffee oder einem Bier. So ein Vorgespräch ist aus meiner Sicht fast noch wichtiger als Probefotos. Man erkennt es spätestens an Euren Gesichtern auf den Fotos, wenn ihr einen Euch sympathischen Fotografen gefunden habt.

Preismodell
Fragt bei dem Kennlerngespräch nach, ob es sich bei den Kosten um einen Pauschalpreis handelt, oder für die Auslieferung der Bilder weitere Kosten entstehen. Wie werden die Fotos geliefert, als Online-Galerie, gibt es Papierbilder? Euer Fotograf bietet Euch sicher das passende Paket an.

Was passiert bei einem technischen Defekt?

Profis haben grundsätzlich zwei professionelle Kameras dabei, um einen Ersatz bei einem technischen Defekt parat zu haben. Zu einer vollständigen Ausrüstung gehören selbstverständlich auch geladene Ersatz-Akkus und die passenden Objektive.

Was passiert bei Krankheit?
Etablierte Fotografen arbeiten in einem Netzwerk mit Kollegen auf ähnlichem Niveau und Stil, die im Ernstfall einspringen können.

Äpfel nicht mit Birnen vergleichen
Viele Bilder im Angebot bedeutet nicht gleich ein gutes Preis- Leistungsverhältnis. Weniger ist mehr, denn 500 wirklich gute Bilder, die konzentriert, mit Verstand fotografiert und bearbeitet worden sind, haben mehr Ausdruckskraft als 3.000 mal Mittelmaß. Die besten Fotografen Deutschlands liefern oft nicht mehr als 500 Bilder aus.

Vertrag
Euer Fotograf sollte einen eigenen Vertrag haben, der alle Leistungen und Bedingungen klar und fair regelt. So gibt es keine Missverständnisse.

Was passiert wenn es regnet?
Ein erfahrener Fotograf wird für diese Frage sofort eine gute Lösung für das Brautpaar finden, oder Alternativen vorschlagen.

Werden meine Bilder nachbearbeitet?
Ein nicht bearbeitetes Bild ist ein unfertiges Produkt. Was früher in der Dunkelkammer erledigt wurde, passiert heute in der digitalen Nachbearbeitung. Jedes Bild erfordert eine individuelle Behandlung und Zeit. Die Bearbeitung der Bilder dauert häufig länger als die Reportage. So kommen fast 30 Stunden für Reportage und Bearbeitung zusammen.

Termin fest machen
Eine Woche vor der Hochzeit mit der Suche nach einem Hochzeitsfotografen zu beginnen, ist definitiv zu spät. Etwa ein halbes Jahr vorher anzufragen, macht schon eher Sinn.

Ich hoffe, dass ich Euch ein paar Tipps für Eure Suche geben konnte. Gerne beantworte ich Euch noch weitere Fragen entweder per Email oder gleich unter den Beitrag als Kommentar.

Viele Grüße,

Boris